Berufe nach dem Pflegestudium

Gesundheits- und Krankenpflegerin

Wie sieht der Berufsalltag nach einem Pflegestudium aus? Welche Jobs machen studierte Pfleger, Pflegepädagogen und Pflegemanager? Wir haben recherchiert und Berufstätige aus der Pflegebranche befragt. Ihre Antworten findest du hier. 

Bianca K.

Bachelor in Pflegemanagement an der Hochschule Fulda, aktuell im Master Pflege- und Gesundheitsmanagement an der Frankfurt University

Gesundheits- und Krankenpflegerin

Krankenschwester

So sieht mein Berufsalltag aus

Spannend finde ich die ganzheitliche Sicht des Patienten.

Momentan bin ich neben dem Studium noch zu 75 Prozent auf einer neurologischen und neurochirurgischen Intensivstation als Gesundheits- und Krankenpflegerin tätig. Meine Aufgaben sind zum Beispiel: 

  • pflegerische Betreuung des Patienten (Verbandswechsel, Körperpflege, Nahrung anreichen, Kommunikation, Mobilisation, Lagerungswechsel, Beratung von Patienten und Angehörigen)
  • medizinische Betreuung (Blutgasanalysen durchführen und Besonderheiten berücksichtigen / Absprache oder Rücksprache mit dem Arzt; Anordnungen ausführen / Infusionen, Antibiosen, Medikamente; Bewusstseinslage kontrollieren; überwachen von Drainagen, Zugängen etc; Arztassistenz; Reanimation)
  • Kooperation mit anderen betreuenden Berufsgruppen (sektorenübergreifende Integration)
  • Voraussetzung Teamarbeit zwischen Pflege, Ärzten, Case Manager, Physiotherapie, Seelsorger

Spannend finde ich die ganzheitliche Sicht des Patienten. Vor allem hohe Anforderungen an die eigene Flexibilität, an die persönlichen Kompetenzen und körperliche Belastung werden gestellt. Voraussetzung ist, dass man sich, trotz Stress und Hektik, eine gut strukturierte Arbeitsorganisation sowie adäquate Arbeitsbedingungen schafft. Hierbei ist mir innere Ruhe und Gelassenheit wichtig. Bei einem Notfall ist es wichtig, dass man nicht die Konzentration verliert und schnell und effektiv handelt.

Ich persönlich finde, dass das ethische Handeln immer mehr in den Hintergrund rückt. Ethik und Moral als Leistung zur mitarbeiterfreundlichen Intensivstation ist teilweise nicht mehr gegeben. Dies geschieht aufgrund der ökonomischen Vorgaben, wie Budgets, Qualitätssicherung, Prozessabläufe, Einsparungen, zunehmende Spezialisierung oder Leistungsverdichtung, so dass die Pflege immer mehr unter Druck gerät und möglichst effizient, fehlerfrei, kostensparend sowie motiviert arbeiten muss. Dies führt zur Arbeitsunzufriedenheit, was sich wiederum auf die Gesundheit auswirken kann. Daher ist eine integrative Wirtschaftsethik von enormer Bedeutung und sollte mehr Beachtung in den Unternehmen finden. (Ich könnte hierzu noch viel weiter ausschweifen. Dies würde aber den Rahmen und meine Zeit sprengen! ;) )

Mein Beruf ist etwas für dich, wenn du…
  • teamfähig bist oder allgemein gerne in einem Verein oder Projekt arbeitest oder Mitglied bist
  • hilfsbereit bist
  • fähig, Konflikte zu lösen oder Situationen meistern/neue Wege finden
  • lernfähig, vor allem kritikfähig bist
  • Fach-, Methoden-, und Sozialkompetenzen mitbringst
  • kommunikativ bist
  • Belastbarkeit in Stresssituationen zeigst
  • konstruktiv denken kannst
  • Arbeitsabläufe besser organisierst und Bedingungen verbesserst
  • effizient arbeitest
Das rate ich dir, wenn du meinen Karriereweg einschlagen möchtest:

Praktische Erfahrungen sammeln

Vor und/oder während dem Pflegestudium praktische Erfahrungen als Krankenpfleger/in sammeln; um auch die pflegerische Seite zu erfahren und zu erleben.

Es gibt auch andere Jobs für Absolventen von Pflegestudiengängen. Typische Berufsfelder meiner Kommilitonen sind z.B. ...
  • Pflegedienstleitung
  • Angestellte beim MDK
  • Unternehmensberater
  • Assistent der Klinikleitung
  • Qualtitätsbeauftragte

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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