Pflege berufsbegleitend studieren

Du bist bereits berufstätig in der Pflege und möchtest dich auf akademischem Niveau weiterbilden? Dann hast du Glück: Es gibt zahlreiche Pflege-Studiengänge, die auch neben dem Beruf studiert werden können. Worauf du bei der Studienwahl achten solltest, erklären wir dir hier.

Die Pflege an sich ist ein Gebiet, das ein hohes Maß an Praxis-Kompetenz voraussetzt. Nicht umsonst setzen auch viele Vollzeit-Studiengänge einschlägige Berufserfahrung in der Pflege, zum Beispiel in Form einer Ausbildung zur Pflegefachkraft, schon vor Studienbeginn voraus. Für diejenigen, die gegebenenfalls schon einige Jahre Berufserfahrung in der Pflegebranche hinter sich haben und nun auf eine abgeschlossene Ausbildung oder mehr aufsatteln wollen, ist ein berufsbegleitendes Studium bzw. Teilzeit-Studium eine gute Möglichkeit sich für die Zukunft weiter zu qualifizieren. Ein akademischer Abschluss ermöglicht die Übernahme neuer Aufgaben mit mehr Verantwortung und das sollte sich am Ende auch auf der Gehaltsabrechnung ablesen lassen. Weiterbildung ist außerdem die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit – wer qualifiziert ist, sichert sich also langfristig ab.

Großes Angebot an Pflegestudiengängen

Gerade im Pflegebereich bieten viele Hochschulen die Möglichkeit ein Studium statt in Vollzeit auch berufsbegleitend durchzuführen. Es gibt sogar nahezu genauso viele Teilzeitstudiengänge wie klassische Vollzeitstudiengänge! Im Studienprogramm finden sich sowohl Bachelor- als auch Masterprogramme rund um Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder spezialisierte Richtungen wie Palliativpflege oder Gerontologie. Es ist also für jeden Berufswunsch das passende dabei!

Studentin in Universität

Zugang auch ohne Abitur

Wer vor der Ausbildung kein Fachabitur oder Abitur abgeschlossen hat, kann bei entsprechender Berufserfahrung übrigens trotzdem zu einem Pflegestudium zugelassen werden.

Weiterlesen:
Pflegestudium ohne Abitur

Zeitmodelle

Nicht alle berufsbegleitenden Studiengänge sind gleich organisiert. Insbesondere die Zeitmodelle variieren:

  • Abend- und Wochenendstudium

    Die häufigste Form des berufsbegleitenden Studiums ist das Abend- und Wochenendstudium. Bei einem solchen gehst du tagsüber ganz normal deiner Arbeit nach. An (meistens) zwei Abenden in der Woche gehst du dann an die Hochschule und nimmst am Unterricht teil. Dazu kommt gelegentlich noch ein Wochenendtag, häufig der Samstag, an welchem auch verpflichtend an den Seminaren teilgenommen werden muss. Das ist aber nicht jedes Wochenende der Fall. So hast du diese frei bzw. Zeit um zu lernen. Ein Abend- und Wochenendstudium lässt sich also mit einer Vollzeit-Tätigkeit vereinbaren. Allerdings bedeutet das auch eine große Belastung, denn schließlich bleibt unter dem Strich wenig Freizeit.

  • Tagesstudium

    Das sogenannte Tagesstudium kombiniert Unterrichts- und Arbeitstage innerhalb einer Woche. So gehst du beispielsweise an zwei (oder drei) festgelegten Wochentagen an die Hochschule, um dort an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen. An den anderen Tagen gehst du deiner praktischen Arbeit nach. Das Wochenende ist in der Regel frei (es sei denn du hast Wochenenddienst bei der Arbeit). Ein Tagesstudium verbindet Theorie und Praxis also in etwa zu gleichen Teilen, wenn es sich bei der Berufstätigkeit um eine Teilzeitstelle handelt.

    Ein Tagesstudium kann in der Regel nicht mit einer Vollzeitstelle kombiniert werden, da wohl die wenigsten Arbeitgeber damit einverstanden sind, wenn Mitarbeiter an zwei Tagen in der Woche nicht arbeiten können – das erschwert schließlich die Personalplanung ungemein.

  • Blockstudium

    Das Blockmodell gibt es unseres Wissens nach nur bei dualen Pflegestudiengängen, bei denen sich Theorie- und Praxisphasen im gleichmäßigen Rhythmus abwechseln. In diesem Fall sind die Ausbildungsstätten bzw. Arbeitgeber darauf eingestellt, dass ihre Auszubildenden bzw. Mitarbeiter regelmäßig für einen längeren Zeitraum (häufig drei Monate am Stück) nicht verfügbar sind. 

Wenn du dich für ein berufsbegleitendes Pflegestudium interessierst, solltest du also neben der inhaltlichen Komponenten auch immer prüfen, zu welchen Zeiten Unterricht stattfindet und ob du diesen mit deiner Berufstätigkeit verbinden kannst.

Berufsbegleitendes Präsenzstudium oder Fernstudium?

Keine Hochschule in deiner Nähe? Du brauchst mehr Flexibilität? Eine Alternative zum berufsbegleitenden Präsenzstudium ist ein Fernstudium, das aufgrund seiner flexiblen Studienorganisation schließlich ebenfalls neben dem Beruf erfolgen kann (was auch häufig der Fall ist). Jede Studienform hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Welches Studienmodell das bessere ist, ist individuell verschieden: 

PräsenzstudiumFernstudium
  • Ortsbindung, feste Studienzeiten, wenig Flexibilität in der Studienplanung ⇒ Belastung
  • Austausch mit Dozenten auf persönlicher Ebene und engerer Kontakt zu Kommilitonen
  • Hohe Flexibilität: Es ist einfacher das Studium (in stressigen Phasen) zu strecken
  • Austausch mit Dozenten und Kommilitonen zwar möglich, aber ggf. nicht so persönlich und eng wie in einem Präsenzstudium

Wenn dir orts- und zeitunabhängiges Lernen besonders wichtig ist oder du schlicht keine passende Hochschule für ein berufsbegleitendes Präsenzstudium in der Nähe hast, informiere dich hier über Pflege-Fernstudiengänge:

→ Fernstudium Pflege

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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